Gesellschaft soll über soziale Roboter diskutieren

24. November 2021 11:53

Winterthur/Windisch AG/St.Gallen - Soziale Roboter können in vielen Lebensbereichen nützlich sein. Jedoch müsse es einen gesellschaftlichen Diskurs über geeignete Einsatzszenarien und Aufgaben geben. Das empfiehlt eine jetzt abgeschlossene Studie von ZHAW, Fachhochschule Nordwestschweiz und der Universität St.Gallen.

Für soziale Roboter gibt es ein vielfältiges Einsatzpotenzial. Dies bestätigt jetzt eine auf zwei Jahre angelegte Studie, für die nun der Abschlussbericht vorliegt. Durchgeführt wurde die Studie unter Leitung der Hochschule für Angewandte Psychologie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Beteiligt waren auch die Hochschule für Wirtschaft und die Pädagogische Hochschule der FHNW, die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) sowie die Universität St.Gallen.

Die Forschenden untersuchten die vier Anwendungsbereiche Gesundheit, öffentlich zugängliche Orte, private Haushalte und Bildung. In allen mache der Einsatz sozialer Roboter laut einer Medienmitteilung der FHNW viel Sinn. So könnten sie etwa die Autonomie von Pflegebedürftigen oder auch das Lernen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen fördern.

Den Studienergebnissen zufolge bevorzugen die Anwenderinnen und Anwender eine Assistenz- und Unterstützungsfunktion. Im Team solle entschieden werden, welche Aufgaben der Roboter übernehmen soll. Dies solle jedoch nicht zu einer Verringerung der zwischenmenschlichen Interaktion führen.

Aus ihren Erkenntnissen leiten die an der Studie Beteiligten konkrete Empfehlungen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ab. Dazu gehört auch eine stärkere Mitwirkung der Gesellschaft bei der Bestimmung der Einsatzbereiche sozialer Roboter. Ausserdem müsse die Privat- und Intimsphäre gewahrt bleiben. mm

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