Pandemie drückt Autoneum in die roten Zahlen

28. Juli 2020 12:26

Winterthur - Die weltweiten vorübergehenden Schliessungen in der Automobilindustrie haben die Umsätze von Autoneum im ersten Halbjahr 2020 im Jahresvergleich um gut einen Drittel geschmälert. Trotz umfassender Kostensenkungen wurde ein Konzernverlust von knapp 55 Millionen Franken verbucht.

Der massive Rückgang in der weltweiten Fahrzeugproduktion im Zuge der Coronavirus-Pandemie hat das Halbjahresergebnis von Autoneum stark negativ beeinflusst. Im Jahresvergleich gingen die Umsätze von Autoneum um 36,8 Prozent auf 730,6 Millionen Franken zurück, informiert der international tätige Winterthurer Autozulieferer in einer Mitteilung. Das Unternehmen habe „in allen Regionen umgehend mit weitreichenden Kostensenkungsmassnahmen auf den pandemiebedingten Markteinbruch reagiert“.

Trotz der Corona-Krise zeige zudem das zur Jahresbeginn eingeleitete„ umfassende Turnaroundprogramm“ für die nordamerikanischen Unternehmensstandorte bereits „die geplanten Erfolge“, schreibt Autoneum in der Mitteilung weiter. Die positiven Entwicklungen seien aber „durch die massiven Auswirkungen der COVID-19-Krise mehr als absorbiert“. In Folge muss das Unternehmen im Berichtshalbjahr auf Konzernebene einen operativen Verlust (EBIT) von 31,8 Millionen verbuchen. Im Vorjahressemester war ein Betriebsgewinn von 16,4 Millionen Franken realisiert worden. Das Konzernresultat sackte im selben Zeitraum von einem Verlust von 6 Millionen auf einen Verlust von 54,9 Millionen Franken ab.

Für das laufende Halbjahr rechnet Autoneum mit höheren Umsätzen, allerdings wahrscheinlich „deutlich unter dem Niveau des zweiten Halbjahres 2019“. Zudem sollen die fortlaufenden und weitere Kostensenkungsmassnahmen „zu Verbesserungen im zweiten Halbjahr führen“. hs

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