Trendradar zeigt Handlungsbedarf bei digitalem Wandel auf

05. Mai 2022 13:16

Zürich/St.Gallen - Bund, Kantone und Gemeinden müssen sich stärker in die Umsetzung der digitalen Transformation einbringen. Dies zeigt der „Trendradar 2022“ von PwC Schweiz und dem Smart Government Lab der Universität St.Gallen auf. Die Analysten empfehlen stärkere gegenseitige Unterstützung.

„Politik und Verwaltung verschleppen die digitale Transformation“, überschreibt PwC eine Mitteilung zum von der Beratungsgesellschaft gemeinsam mit dem Smart Government Lab der Universität St.Gallen erstellten „Trendradar 2022“. Er attestiert den Entscheidungsträgern in Bund, Kantonen und Gemeinden fehlende Entschlossenheit bei der Umsetzung des längst erkannten Handlungsbedarfs im Umgang mit neuen Technologien. Nur 20 Prozent der für die Studie Befragten über 150 Fachleute aus Regierungen, Parlamenten, Verwaltungen und staatsnahen Organisationen setzten bereits Massnahmen für den Einsatz neuer Technologien um, schreibt PwC. 

Selbst bei der für die Befragten als mit Abstand am wichtigsten eingeschätzten Cyber- und Datensicherheit sind sechs von zehn Befragten der Ansicht, das hierfür zu wenig finanzielle und personelle Ressourcen aufgewendet werden. „Die zahlreichen Cyberangriffe auf Schweizer Gemeinden wie zum Beispiel in Morges, sind ein Symptom dieser Problematik“, meint Philipp Roth, Partner und Leiter Government & Public Sector bei PwC Schweiz, dazu in der Mitteilung. 

Noch schlechter sieht es bei Technologieregulierung, digitaler Ethik und der Anwendung neuer Technologien wie Erweiterte Realität oder Low-Code-Plattformen aus. Hier kommen zum fehlenden Ressourceneinsatz noch ein Mangel an Fachkenntnissen und ungeklärte rechtliche Aspekte hinzu. 

Um Abhilfe zu schaffen, setzten die Befragten vor allem auf die Zusammenarbeit von Verwaltungen mit Hochschulen und Unternehmen. Bund, Kantone und Gemeinden sollten zusätzlich „eigene Synergien nutzen, um sich gegenseitig zu unterstützen“, raten die Studienautoren. hs 

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