Zusatzkosten drücken Rieter in die roten Zahlen

19. Juli 2022 13:03

Winterthur - Zusatzkosten bei Material und Logistik sowie aus Akquisitionen haben Betriebs- und Reinergebnis von Rieter im ersten Halbjahr 2022 in die Verlustzone gedrückt. Für das Gesamtjahr rechnet der international tätige Hersteller von Textilmaschinen trotzdem mit schwarzen Zahlen.

Rieter hat im ersten Halbjahr 2022 Umsätze in Gesamthöhe von 620,6 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert der international tätige Hersteller von Textilmaschinen in einer Mitteilung. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 55 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT fiel jedoch gleichzeitig von 9,0 Millionen Franken Gewinn  auf 10,2 Millionen Franken Verlust. Als Reinergebnis wurde ein Verlust von 25,2 Millionen Franken verbucht gegenüber einem Gewinn von 5,3 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2021. 

Rieter führt die roten Zahlen auf „erheblich gestiegene Material- und Logistikkosten“, auf „Zusatzkosten zur Kompensation von Materialengpässen“, sowie auf „akquisitionsbedingte Aufwendungen“ zurück. Das Unternehmen ist bereits dabei, mit Preiserhöhungen und der Entwicklung von Lösungen zur Beseitigung von Materialengpässen gegenzusteuern. 

Für das Gesamtjahr geht Rieter von einem Umsatz in Höhe von rund 1,40 Milliarden Franken aus. Dabei kann sich das Unternehmen auf einen Bestellungsbestand von 2,10 Milliarden Franken stützen. Bei Betriebs- und Reinergebnis rechnet das Unternehmen mit jeweils unter dem Vorjahreswert liegenden Gewinnen. Dabei stellen „die globalen Kostensteigerungen“ nach Ansicht von Rieter „trotz der bereits umgesetzten Preiserhöhungen nach wie vor ein Risiko für die Entwicklung der Profitabilität dar“. hs

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