Rieter platziert Anleihe über 75 Millionen Franken

19. August 2020 12:17

Winterthur - Die Rieter Holding begibt eine Anleihe unter Federführung der Commerzbank. Sie dient der teilweisen Refinanzierung der bestehenden Anleihe, die am 29. September fällig wird.

Rieter hat am Dienstag eine Anleihe über insgesamt 75 Millionen Franken aufgenommen. Wie der Winterthurer Spinnereimaschinenhersteller Rieter mitteilt, habe sie eine Laufzeit von vier Jahren und einen Coupon von 1,55 Prozent. Sie diene der teilweisen Refinanzierung der bestehenden Anleihe von 100 Millionen Franken. Sie wird am 29. September 2020 fällig. Die Anleihe wurde von der Commerzbank begeben. Sie wird an der SIX Swiss Exchange kotiert sein.

Rieter ist ein weltweit tätiger Anbieter von Systemen für Kurzstapelfaser-Spinnerei. Das Unternehmen hat durch die Corona-Krise mit einem kräftigen Umsatzeinbruch zu kämpfen und schrieb im ersten Halbjahr einen deutlichen Verlust. Für die zweite Jahreshälfte gibt sich Rieter optimistischer. Laut einer Medienmitteilung hätten sich bereits im Juni erste Anzeichen einer Markterholung gezeigt. Der Bestellungsbestand per Ende Juni habe rund 490 Millionen betragen, die Stornierungen seien unter 5 Prozent gelegen. Entsprechend werde in Bezug auf Umsatz und Profitabilität im Vergleich zur ersten Jahreshälfte ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet.

Wie der ehemalige Chefredaktor der „SonntagsZeitung“, der „Handelszeitung“ und der Börsensendungen Money und Money Talk, Martin Spieler, am 10. August 2020 im Geldblog des „Tages-Anzeigers“ schrieb, müssten sich Investoren der Rieter-Anleihe „keine grossen Sorgen machen“. Die ausstehende Anleihe über 100 Millionen Franken sei nicht gefährdet und die Rückzahlung mit Verfall vom 29. September dieses Jahres „nicht in Frage gestellt". Der Kurs der Anleihe notiere auf rund 100 Prozent. mm

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