Preise für alpine Ferienwohnungen legen stark zu

24. März 2021 12:57

Zürich - Die Preise für Ferienwohnungen im schweizer Alpenraum haben im vergangenen Jahr den stärksten Anstieg seit 2012 verbucht, besonders in hochpreisigen Destinationen. Hingegen sind sie in fast der Hälfte der günstigeren Urlaubsorte leicht gesunken. Das zeigt ein Bericht der UBS.

Die Kosten für den Erwerb von Wohneigentum in alpinen Ferienorten sind so stark gestiegen wie seit 2012 nicht mehr. Wie der Bericht „Alpine Property Focus 2021“ der Zürcher Grossbank UBS deutlich macht, stiegen sie 2020 im Vorjahresvergleich durchschnittlich um fast 4 Prozent an. Besonders gefragt sind Destinationen, in denen der Quadratmeterpreis bei über 10'000 Franken liegt. Dort stiegen die Preise um 8 Prozent an.

Als Gründe führt die UBS in einer Medienmitteilung die pandemiebedingten Reisebeschränkungen und die Empfehlung zur Heimarbeit an. Zudem sei die starke Preisentwicklung durch das sehr knappe Angebot begünstigt worden. Wegen der zuletzt in Deutschland und Österreich stärker als in der Schweiz gestiegenen Preise sei auch das Interesse ausländischer Käufer gestiegen.

Eine Ferienwohnung mit gehobenem Standard kostete in der teuersten touristischen Destination des gesamten Alpenraums, St.Moritz GR, mit 17'000 Franken gut 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gstaad BE registrierte als zweitteuerster alpiner Ferienort mit einem Quadratmeterpreis von 16'500 einen Preisanstieg von 5 Prozent. In Verbier VS lag das Preisniveau im vergangenen Jahr mit 14'600 Franken sogar um 9 Prozent höher.

Hingegen betrug der durchschnittliche Preisanstieg in günstigeren Ferienorten 2 Prozent. Am stärksten stiegen die Immobilienpreise in diesem Segment in Samnaun GR mit fast 5 und Flumserberg SG mit 3 Prozent. In beinahe der Hälfte der günstigeren Destinationen gingen die Preise sogar leicht zurück.

Mittelfristig prognostizieren die UBS-Analysten eine tendenziell nachlassende Nachfrage. Sie werde wegen der hohen Preise, weniger Heimarbeit und häufigeren Auslandsreisen unter das Vor-Corona-Niveau sinken. mm

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