Fenaco investiert in Brückenschlag zwischen Stadt und Land

15. Dezember 2021 11:12

Bern - Die fenaco Agrargenossenschaft will 10 Millionen Franken zur Verfügung stellen, um den Dialog zwischen Stadt- und Landbevölkerung zu fördern. Die erste Befragung zu den unterschiedlichen Lebensverhältnissen zeigt Gräben. Ausgewählte Projekte zu Landwirtschaft und Ernährung sollen helfen, Brücken zu bauen.

Die Genossenschaft fenaco will einer Mitteilung zufolge mit 10 Millionen Franken zu einem besseren Verständnis zwischen Menschen in der Stadt und auf dem Land beitragen. Den Auslöser gab die erste  Bevölkerungsbefragung der Forschungsstelle Sotomo mit Sitz in Zürich. Demnach halten zwei Drittel der über 3000 Befragten den „Stadt-Land-Gegensatz für gross und relevant“. Noch immer herrschten teilweise stereotype Vorstellungen vom „pulsierenden Leben im urbanen Zentrum und dem idyllischen Alltag auf dem Bauernhof“.

Für den Zusammenhalt müssen sich beide Seiten besser austauschen und vernetzen, dies ein weiteres Ergebnis der Befragung. Als zentral werden Projekte zur Landwirtschaft und Ernährung erachtet. „Die Bauernfamilien wollen die Bedürfnisse der Konsumentinnen und Konsumenten kennen. Die Menschen in der Stadt ohne direkten Bezug zur Landwirtschaft interessieren sich dafür, wie und wo ihre Lebensmittel hergestellt werden“, wird Martin Keller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der fenaco, zitiert.

Die Lebensverhältnisse zwischen urban und ländlich geprägten Lebensweisen haben in der Schweiz schon immer eine besondere Gewichtung. Durch die geografische Aufteilung in einen alpinen Landschaftsraum und mittelländische Stadtkantone werden die Stadt-Land-Beziehungen aufmerksam verfolgt und bewertet, heisst es im aktuellen Stadt-Land-Monitor der Genossenschaft. In ihm sind die Ergebnisse der 2021 realisierten Befragung zusammengefasst. Er dient als Basis für die ausgewählten Projekte. hg

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