Standortqualität hängt nicht nur vom Steuersatz ab

14. Oktober 2019 14:20

Zürich - Niedrige Gewinnsteuersätze, das Angebot an Arbeitskräften und eine gute Verkehrsanbindung zeichnen die Spitzenreiter in der Rangliste von Credit Suisse für Standortqualität aus. Aber auch die Gebirgskantone haben einiges zu bieten, schreibt Dominik Feldges in der NZZ.

Die Senkung des Gewinnsteuersatzes auf 13,04 Prozent habe den Kanton Basel-Stadt in der Aufstellung der Credit Suisse zur Standortqualität der Schweizer Kantone vom vierten auf den ersten Platz katapultiert, schreibt Dominik Feldges in einem Meinungsbeitrag in der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ). Der Kanton habe dabei „sogar den langjährigen Spitzenreiter Zug“ von der Spitze verdrängt, erläutert der Redaktor der „NZZ“.

In die Rangliste der Zürcher Grossbank fliessen neben der Steuerbelastung auch das Angebot an Fachkräften und die Verkehrsanbindung des Kantons ein. Das Spitzentrio aus Basel-Stadt, Zug und Zürich hat in allen drei Bereichen gute Karten. Der „eher abgelegene Kanton Jura“ und die beiden Gebirgskantone Graubünden und Wallis können „in Sachen Erreichbarkeit“ hingegen eher wenig punkten, erläutert Feldges. „Das Trio muss denn auch wenig überraschend mit den letzten drei Plätzen vorliebnehmen. “

Dass Gebirgskantone im Standortwettbewerb dennoch nicht chancenlos dastünden, zeige derzeit das Wallis „mit einer kecken Kampagne um Zuzüger“ auf, meint der Redaktor. Der Kanton wirft seine intakte Natur, gute Schulen und Familienfreundlichkeit in die Waagschale. „Wer im Kampf um Fachkräfte reüssieren will, muss ein attraktives Gesamtpaket anbieten“, schreibt Feldges. Für den Redaktor lässt sich Standortqualität nicht „auf Steuersätze oder die Nähe zum nächstgelegenen Flughafen“ reduzieren. hs

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