Studie macht auf unterschätzte Cyberrisiken aufmerksam

29. Januar 2021 11:01

Wallisellen ZH/Winterthur - Eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und von Allianz Suisse zeigt, dass Schweizer KMU die Gefahr von Cyberattacken unterschätzen. Dabei ist für deren Abwehr die Sensibilität der Mitarbeitenden entscheidend.

Die Mitarbeitenden von Schweizer KMU halten ihre Unternehmen für zu klein und unbedeutend, als dass sie Ziele von Cyberangriffen werden könnten. Sie assoziieren Hackerangriffe primär mit geopolitischen Konfrontationen, Terrorismus und dem organisierten Verbrechen. Wie eine Studie von Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Allianz Suisse mit dem Titel „Cyberrisiken und Schweizer KMU – Eine Untersuchung der Einstellungen von Mitarbeitenden und verhaltensbedingter Anfälligkeiten" zutage fördert, sei dies jedoch „ein Trugschluss. Auch hierzulande waren rund ein Drittel der KMU schon Angriffen ausgesetzt“, so Studienleiter Carlo Pugnetti, Dozent an der ZHAW School of Management and Law. 

Im Fall des Falles zählten die Mitarbeitenden auf die Unterstützung von speziell geschultem externem Personal. Dies könne eine gewisse Passivität und die Unterschätzung der eigenen Möglichkeiten fördern, heisst es in einer Medienmitteilung von Allianz Suisse.

Um die Risiken und Auswirkungen eines Cyberangriffs zu minimieren, empfehlen die Studienautorinnen und -autoren, Mitarbeitende für die objektive Bedrohung zu sensibilisieren und ihnen aufzuzeigen, wie sie zu deren Abwehr beitragen können. Zudem sollten Unternehmen Strategien erarbeiten, um etwaige Attacken und damit verbundene Ausfälle von IT-Systemen zu bewältigen, und diese Szenarien trainieren. Bei der Entwicklung entsprechender Lösungsstrategien sollten die Firmen ihre Mitarbeitenden aktiv mit einbeziehen und deren nachweislich engagierte Arbeitshaltung nutzen. mm 

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