Sulzer gliedert Sparte für Präzisionsgeräte aus

27. Mai 2021 13:54

Winterthur - Sulzer gliedert seine Sparte für Präzisionsgeräte aus. Sie wird unter dem Namen medmix an die Börse gebracht werden. Eine damit verbundene Kapitalerhöhung soll neue Investoren anziehen. Sulzer wird sich auf die Sparte Flüssigkeitskontrolle konzentrieren.

Sulzer wird sich in zwei Unternehmen aufteilen, informiert der weltweit aktive Industriekonzern aus Winterthur in einer Mitteilung. Konkret plant Sulzer, seinen Geschäftsbereich für Präzisionsgeräte (APS) abzuspalten. Aktionäre werden zu jeder gehaltenen Sulzer-Aktie eine Aktie von ASP erhalten, erläutert der Konzern. Das Geschäfts mit der Entwicklung und Produktion von Präzisionsgeräten für Gesundheitswesen, Industrie- und Verbrauchermärkte soll anschliessend unter dem Namen medmix an der Börse kotiert werden.

Mit dem Börsengang von medmix wird eine Kapitalerhöhung im Umfang von 200 bis 300 Millionen Franken verbunden sein, erläutert Sulzer in der Mitteilung weiter. Bestehende Aktionäre erhalten dabei kein Zeichnungsrecht. Die Kapitalerhöhung solle vielmehr den Streubesitz erhöhen und neue Investoren im Gesundheitswesen anziehen, schreibt der Konzern.

„Der Verwaltungsrat von Sulzer ist begeistert, medmix an die Börse zu bringen“, wird Sulzer-Verwaltungsratspräsident Peter Löscher in der Mitteilung zitiert. „Es ist der richtige Zeitpunkt, denn medmix hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und seine Gesundheitsplattform dürfte weiter wachsen.“ Für das laufende Jahr erwartet die Sparte laut Mitteilung einen Gesamtumsatz von rund 450 Millionen Franken und eine bereinigte Marge auf das Betriebsergebnis (EBITDA) von rund 25 Prozent.

Sulzer werde sich in Zukunft wieder auf das Geschäft mit der Kontrolle von Flüssigkeiten (Flow Control- und Separationstechnologie) konzentrieren, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Hier erwartet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr, Umsätze in Gesamthöhe von rund 3 Milliarden Franken zu erwirtschaften. Als EBITDA-Marge werden rund 9 Prozent anvisiert. Sie soll mittelfristig „durch die kontinuierliche Fokussierung auf Wasser- und Industrieanwendungen bei Pumpen, auf Biopolymere und Recyclingprozesse in der Trenntechnik, sowie durch die Beschleunigung des Wachstums der Aftermarket-Aktivitäten“ auf 10 bis 11 Prozent gesteigert werden, schreibt Sulzer. hs

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