Sulzer will der Krise trotzen

21. April 2020 11:34

Winterthur - Die Coronavirus-Pandemie hat die Umsätze von Sulzer im ersten Jahresquartal leicht zurückgeworfen. Die Bestellungseingänge legten im Jahresvergleich hingegen zu. Der Winterthurer Industriekonzern will sich mit Kosteneinsparungen gegen die Krise wappnen.

Die vorübergehende Schliessung der Standorte in China und Indien habe die Umsätze von Sulzer im ersten Quartal 2020 im Jahresvergleich 2,2 Prozent sinken lassen, informiert der Winterthurer Industriekonzern in einer Mitteilung. Bei den Bestellungseingängen konnte Sulzer hingegen ein währungsbereinigtes Wachstum um 6,5 Prozent auf 993,8 Millionen Franken verbuchen. Insgesamt weist der Konzern einen Auftragsbestand von 1,925 Milliarden Franken auf.

„Unsere starke Performance basiert auf unseren Aftermarket-Aktivitäten, die sich als widerstandsfähig erwiesen und 45 Prozent von Sulzer ausmachen, sowie dem aktiven Markt für neue Pumpen in allen Segmenten“, wird Sulzer-CEO Greg Poux-Guillaume in der Mitteilung zitiert. Der Konzernchef rechnet jedoch damit, dass sich die Coronavirus-Pandemie im nächsten Quartal auch bei Sulzer stärker bemerkbar machen wird. „Unser wenig zyklisches Geschäft, das zwei Drittel von Sulzer ausmacht, wirkt dem einerseits entgegen, und andererseits die Kostenmassnahmen, die wir eingeleitet haben, um uns an die durch die Pandemie verursachte wirtschaftliche Abschwächung anzupassen.“

Konkret will Sulzer seine Ausgaben für Investitionen in diesem Jahr um 60 Millionen Franken auf 70 Millionen Franken kürzen. Bei den laufenden Kosten sollen „durch eine Kombination von temporären und strukturellen Massnahmen“ ebenfalls 60 Millionen Franken eingespart werden. hs

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