ZKB steigt bei Climeworks ein

28. August 2018 15:05

Zürich - Die Climeworks AG hat in einer weiteren Finanzierungsrunde insgesamt 30,5 Millionen Franken aufgenommen. Zu den neuen Investoren gehört die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Der Anbieter von CO2-Filtern will damit seine Technologie weiter industrialisieren.

Climeworks entwickelt Filter, die CO2 aus der Umgebungsluft holen. Die 2010 an den Start gegangene Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) hat nun laut einer Mitteilung frisches Kapital in Höhe von 30,5 Millionen Franken aufgenommen. Damit steigen die gesamten Investitionen in das Unternehmen, öffentliche Zuschüsse eingeschlossen, auf über 50 Millionen Franken. Die frischen Mittel stammen von bisherigen und neuen Investoren, darunter der ZKB. Climeworks will das neue Eigenkapital dafür verwunden, um ihre skalierbare Technologie weiter zu industrialisieren, für die Massenproduktion vorzubereiten und die Kosten zu senken. „Mit diesem neuen Investment ist Climeworks gut positioniert“, wird Mitgründer und Co-CEO Jan Wurzbacher in der Mitteilung zitiert. „Es bildet eine starke Basis für weiteres Wachstum.“

Climeworks hat bereits neun Filteranlagen in sechs Ländern realisiert. Die 2017 eröffnete Anlage in Hinwil ZH ist die erste kommerziell betriebene Anlage ihrer Art. Das von ihr aus der Luft gefilterte CO2 wird in einem nahegelegenen Gewächshaus der Gebrüder Meier Primanatura AG verbraucht. Die im vergangenen November eröffnete Anlage auf dem Gelände eines des grössten Geothermiekraftwerke der Welt von Reykjavik Energy in Hellisheidi bindet das aus der Luft gefilterte CO2 in Wasser und lässt es im Untergrund kristallisieren. Das CO2 kann aber auch bei der Herstellung von Lebensmitteln und zur Gewinnung von Treibstoffen verwendet werden. Die Firma hat die Zahl ihrer Mitarbeiter seit Anfang 2017 auf 60 verdoppelt. stk

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