Martin Haefner spendet für Quantenforschung an der ETH

25. November 2020 11:32

Zürich - Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) errichtet auf dem Hönggerberg ein Laborgebäude, das speziell auf die Quantenforschung ausgerichtet ist. Der Ausbau wird durch eine Spende des AMAG-Eigentümers Martin Haefner in Höhe von 40 Millionen Franken ermöglicht.

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) will ihre Quantenforschung weiter ausbauen. Dafür plant sie auf dem Campus Hönggerberg ein spezielles Laborgebäude. Das vom Zürcher Büro Ilg Santer Architekten entworfene Gebäude wird laut einer Mitteilung über einen unterirdischen Teil verfügen, in dem Störungen durch äussere Erschütterungen oder elektromagnetische Wellen weitgehend reduziert werden können.

In diesem geschützten unterirdischen Teil sollen drei Hochtechnologie-Forschungsplattformen untergebracht werden. Dort soll unter anderem untersucht werden, wie Atome und Ionen gezielt als Quantenobjekte beeinflusst werden können. „Das geplante Bauwerk erlaubt uns, die Forschung an der Grenze des technisch Machbaren weiter voranzutreiben“, wird Gianni Blatter, Professor für theoretische Physik, in der Mitteilung zitiert.

Das neue Physiklabor wird durch eine Spende von Martin Haefner in Höhe von 40 Millionen Franken an die ETH Foundation ermöglicht. Der Verwaltungsratspräsident und Eigentümer des Autohändlers AMAG hat einst selbst Mathematik an der ETH studiert. „Dieses Vorhaben ist für die zukunftsweisende Quantenforschung wichtig und erlaubt auch neue Erkenntnisse in der Grundlagenforschung“, wird Haefner zitiert. 

Das Laborgebäude soll ab 2022 gebaut und 2028 bezogen werden. Hier sollen insgesamt 18 Professoren und 500 Mitarbeitende arbeiten können. Mit der neuen Infrastruktur will die ETH „ihre führende Stellung in den Quantentechnologien weiter ausbauen“, wird ihr Präsident Joël Mesot zitiert. stk

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