Maschinenbau darf mit Wachstum rechnen

10. Januar 2017 12:21

Zürich - Erstmals seit dem Frankenschock prognostiziert Credit Suisse der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie wieder leichtes Wachstum. Für die Uhrenindustrie gilt das nicht. Die chemisch-pharmazeutische Industrie dagegen sollte erneut zulegen.

Das von den Ökonomen der Credit Suisse erstellte Branchenhandbuch 2017 zeige, dass „die Schweizer Wirtschaft den Frankenschock von Anfang 2015 mehrheitlich überwunden“ habe, heisst es in einer Medienmitteilung der Zürcher Grossbank zur Veröffentlichung der Publikation. In diesem Jahr sollte sich die Schere zwischen den Exportbranchen des Landes weiter schliessen. 

Der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) prgnostiziert Credit Suisse nach den Rückgängen in den Vorjahren in diesem Jahr aufgrund der soliden Konjunktur in den Abnehmerländern wieder einen leichten Anstieg. Davon sollten auch kleinere KMU der Branche profitieren, obwohl sie von der Frankenstärke härter betroffen seien, als „international diversifizierte Grossunternehmen“. 

Dem  Uhrensektor räumen die Autoren des Branchenhandbuchs dagegen auch in diesem Jahr keine Wachstumschancen ein. Insbesondere die Angst vor Terroranschlägen dürfte der Entwicklung im Tourismus in Europa und damit verbunden auch den Uhrenexporten schaden. Der chemisch-pharmazeutischen Industrie und der Medizintechnik dagegen wird eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsgütern prognostiziert. Gesundheitswesen, Medizintechnik und Pharmaindustrie sind neben der Informationstechnologiebranche nach Ansicht der Bankexperten auch mittelfristig die Branchen mit den besten Wachstumsaussichten. hs

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