Spitäler brauchen Innovation

05. Dezember 2016 14:34

Zürich - Die neue Spitalfinanzierung hat zu mehr Wettbewerb sowie einer erhöhten Transparenz und Effizienz geführt. Dennoch sind die Margen von Schweizer Spitälern weiterhin tief. Laut einer Studie von PwC brauchte es mehr innovative Ansätze.

Die neue Spitalfinanzierung hat viele Vorteile gebracht, in Bezug auf die Kostendämmung ist die gewünschte Wirkung jedoch weitgehend ausgeblieben, schreibt PwC Schweiz in einer Medienmitteilung zu seiner neuen Studie. Die Gesundheitskosten steigen weiter an, was unter anderem auf die steigende Patientenzahl zurückzuführen ist. Entsprechend steigt auch der Umsatz von Schweizer Spitälern im Durchschnitt jährlich um 3 bis 6 Prozent. Die Margen sind jedoch bei allen von PwC untersuchten Spitälern nach wie vor zu tief.

„Die Ursachen sind vielfältig, liegen unter anderem aber in den Tarifstrukturen und Finanzsystemen, die Innovationen wie die Ambulantisierung bremsen oder zu einer Überversorgung von zusatzversicherten Patienten führen“, lässt sich Patrick Schwendener von PwC Schweiz zitieren. Damit Spitäler ihre Margen langfristig steigern können, müsste die Leistungserbringung kritisch überdacht und mit innovativen Ansätzen kombiniert werden, erklärt er.

Chancen sieht Schwendener beispielsweise im spitalambulanten Bereich, der viel schneller wachse als der stationäre Bereich. „Wollen Spitäler künftig einen grösseren Teil der Leistungen ambulant erbringen, sind neue, innovative Betriebsmodelle wie beispielsweise ambulante Gruppenpraxen oder tagesklinische OP-Standorte zu erproben“, so Schwendener. Auch hierfür seien jedoch Anreize von Tarif- und Finanzierungssystemen nötig. ssp

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