Zürich hat die erschwinglichsten Mieten aller Finanzzentren

27. September 2016 15:12

Zürich - Das Risiko von Überbewertungen bei Immobilien steigt weltweit erneut an. Für die Schweiz gibt ein Bericht der UBS jedoch Entwarnung. Zürich hat die höchste Bewertung, die jedoch weit unterhalb des Risikos für eine Blasenbildung liegt.

An erster Stelle für das Risiko der Bildung einer Immobilienblase steht im UBS Global Real Estate Bubble Index das kanadische Vancouver. Die Medienmitteilung der Schweizer Grossbank zur Studie nennt auch London, Stockholm, Sydney, München und Hongkong als Risikostädte. Zürich und Genf werden neben San Francisco, Amsterdam, Paris, Tokio und Frankfurt als Städte mit deutlich überbewerteten Immobilienpreisen genannt.

Ein Risiko für eine Immobilienblase besteht für die Schweizer Städte jedoch nicht. In Genf hat sich der Wohnungsmarkt seit 2012 weitgehend normalisiert. Zürich liegt im Index zwar mittlerweile schweizweit an der Spitze, von der Gefahr einer Blasenbildung ist die Metropole jedoch weit entfernt. Laut des Berichts ist der private Mietsektor in Zürich sogar der erschwinglichste unter den 18 Finanzzentren weltweit, die im Index untersucht werden.

In den vergangenen fünf Jahren sind die Immobilienpreise bei den Risikostädten durchschnittlich um fast 50 Prozent gestiegen. In den übrigen Städten betrug die Steigerung nur 15 Prozent. „Diese Differenz steht in keinerlei Verhältnis zu Unterschieden des lokalen wirtschaftlichen Umfelds und Inflationsraten“, wird Claudio Saputelli, Leiter Global Real Estate bei UBS, in der Mitteilung zitiert. Den Risikostädten gemeinsam sind dabei „zu tiefe Zinsen, die nicht in Einklang mit der robusten realwirtschaftlichen Entwicklung stehen“. hs

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